MANTRAILING



PERSONENSUCHE


 

Eine HUNDESPORTART im Team Mensch-Hund ist das Mantrailing (engl. „Mensch verfolgen“), das ständig an Interesse bei vielen Hundefreunden gewinnt.
           
Mantrailing ist das „Suchen und Finden einer auf unterschiedlichen Böden/ Geländeteilen zu Fuß gegangenen, versteckten Person“. 
Das erfordert neben klaren Regeln selbstverständlich Kenntnisse über seinen Hund, situationsabhängig umzusetzende Aktivitäten für ein zielführendes Zusammenwirken mit hoher Konzentration des Hundeführers (-in) und im Wesentlichen mit der anstrengenden Nasenarbeit des vierbeinigen Partners, ohne die aber auch gar nichts geht. Dafür muss dann eine deutliche Belohnung das Erfolgserlebnis sein.          
             
Diese Tätigkeit mit dem eigenen Hund -man kann auch Arbeit sagen- hat einen sehr hohen Freizeit- und Erlebniswert.  Neben mit viel Freude bei allen Beteiligten festigen diese oder ähnliche gemeinsame  Aktivitäten das Verhältnis des jeweiligen Teams.   
                                                                                           
Eine der höchsten Anspruchs- und Fähigkeitsstufen der Menschensuche haben die gezielt ausgesuchten, optimal und umfassend ausgebildeten sowie professionell geführten Suchhunde in unterschiedlichen Einrichtungen und Institutionen.           

In der DTK-Gruppe Montabaur ...



... wurde Anfang 2016 eine Mantrailing-Gruppe mit mehreren Teilnehmern gebildet, um sich auch hierbei aktiv mit ihren Hunden zu betätigen, die Nasenarbeit ihrer vierbeinigen Partner zu trainieren und auch zusammen die gemeinsamen Erlebnisse zu fördern. Das Alter (Mensch-Hund) ist grundsätzlich ohne Bedeutung und es gibt keine besonderen Voraussetzungen.  

      
Nach intensiver theoretischer Einweisung wird auch die Fortsetzung mit absolut vorrangigen praktischen Tätigkeiten unter sachkundiger Anleitung einer sehr erfahrenen Hundeführerin durchgeführt.         

 

Das geschieht auf keinen speziellen Trails, sondern in „normalen“ Gegenden mit unterschiedlicher Bodenbeschaffenheit. Das sind weiche wie harte Böden (z.B. Wald/Feldweg oder Stein/Asphalt in der Stadt).


Sämtliche Teams haben -obwohl nicht gefordert-  mindestens die Begleithundeprüfung (BHP), einige die "Erschwerte Begleithundeprüfung - Gehorsam" (BHPS) und darüber hinaus erfolgreich  abgelegt.       
Die Hunde sind es also zumindest gewohnt, gefordert zu werden und sie "wissen" auch, wie "wertvoll" ihre Nase für sie ist, und sei es "nur" das Leckerli beim Auffinden und Verweisen/Anzeigen der gesuchten Zielperson.         
Wir wissen, dass die Hundenase durch kein technisches Gerät ersetzt werden kann.

Es muss allerdings, um keinen anmaßenden und somit falschen Eindruck zu erwecken, folgendes deutlich herausgehoben werden:       
Bei unserer Ausbildung in der Gruppe werden selbstverständlich in keinster Weise direkte Vergleiche mit den "Spezialisten" wie z.B. Fährten-, Schweiß-, Drogen-, Sprengstoff-,  Geld-, Lebensmittel-, Rettungs-, Leichen- oder Personensuchhunde angestellt, denn bei denen ist es einfach eine weitaus höhere Ebene der Fähigkeiten, um nicht zu sagen "eine andere Welt", allerdings auch mit einem extrem hohen Ausbildungs-, Kosten-, Anspruchs- und Tätigkeitsniveau.       
Wir können froh sein, dass es diese Spezialisten gibt.


       

Beispiel für höchste Ansprüche:
Sprengstoffsuchhund der Bundeswehr bei der "Arbeit" nach dem Abseilen gemeinsam mit seiner Hundeführerin aus einem Hubschrauber



Das Mantrailing in unserer Gruppe wird sicher weiterhin mit viel Engagement und viel Freude, nicht zuletzt auch durch das regelmäßig erfolgreiche Suchen der Hunde und die damit verbundenen schönen Erlebnisse fortgesetzt.

Bei der Suche werden verschiedene menschliche Gerüche voneinander unterschieden und auch trotz vieler Verleitungen (Ablenkungen von der Zielspur), insbesondere zum Beispiel durch andere Hunde und Katzen oder sonstige für den Hund interessante Gerüche, orientiert sich der Hund ausschließlich an den Geruchsmerkmalen der gesuchten Person.    
Es werden vorrangig die Duftmoleküle der Zielperson verfolgt, und nicht wie bei der Fährtenarbeit zu einem sehr hohen Anteil die Bodenverletzungen ausgearbeitet.           


Es wird ein Geruchsträger mit dem Individualgeruch der zu suchenden Person verwendet, um den Hund auf die Spur anzusetzen. Das kann eine Socke oder ein Taschentuch, aber durchaus auch ein Gegenstand sein, den die versteckte Zielperson eine gewisse Zeit am Körper getragen hat.  

Die Qualität des Geruchsträgers ist entscheidend für den Verlauf der Suche, die in urbaner Umgebung (städtisches Gebiet), somit mit unterschiedlichen Böden durchgeführt wird. Dabei werden unter anderem die Teamzusammensetzung, deren Ausbildungs- und Erfahrungsstand sowie der Finderwille des Hundes, spezielle methodisch-didaktische Grundsätze, die Streckenlänge und Streckenführung, die Dauer und das Gelände des Suchens sowie die Sicherheit für Teams und den Personen- und Straßenverkehr berücksichtigt.         
Übrigens: Sicherheit hat wie bei allen unseren Aktivitäten stets höchste Priorität.

Selbstverständlich muss auch die Personensuche mit dem Hund trainiert werden. Daher wird das Mantrailing in der DTK-Gruppe Montabaur sehr abwechslungsreich und -bei aller Ernsthaftigkeit- auch in aufgelockerter Atmosphäre durchgeführt.


Die Erfahrung zeigt, dass bereits nach relativ wenigen Trainingseinheiten eine hohe Erfolgsquote -das Finden und Verweisen/ Anzeigen der versteckten Person- erreicht werden kann.
Es macht allen nicht nur Spaß, sondern die Feststellung, es sind alle begeistert, ist nicht übertrieben!         


Horst Hasler


 

Stand: 30. November 2018  

 

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